Trainieren statt dominieren

Ich bin Mitglied bei der Aktion “Trainieren statt dominieren” und freue mich sehr, dass es endlich so etwas wie ein Gütesiegel für gewaltfrei arbeitende Hundeschulen gibt!

Unser Slogan:

“Trainieren statt dominieren – Gegen Gewalt in der Hundeerziehung”

Hintergrund:

Mit Entsetzen mussten wir gewaltfrei arbeitenden Hundetrainer mit zuschauen, dass der Sender Sixx Sendungen des angeblichen Hundeflüsterers Cesar Milan ausstrahlte. Ein Aufschrei im Netz!

Bei genauerem Betrachten der Szenen kann man nur den Kopf schütteln oder weinen. Es wird gekniffen, der Hund gedrückt, erschreckt und an der Leine gerückt und das alles nennt man “gewaltfrei”!
“Das kann es nicht sein!” haben wir uns gedacht und aus einer Facebook-Diskussion um die angeblich gewaltfreien Methoden hat sich innerhalb kürzester Zeit die Initiative “Trainieren statt dominieren” entwickelt.

Die Website zur Aktion finden Sie hier: http://www.trainieren-statt-dominieren.de/

In unserem Forum, das allen HundefreundInnen, die sich unserem Grundsatz verpflichtet fühlen, offen steht, werden Alternativen zu den gängigen Ausbildungsmethoden aufgezeigt.

Wir TrainerInnen verpflichten uns:

  • keinerlei Starkzwang wie zum Beispiel Teletakt-Halsbänder, Stachelhalsbänder oder Zughalsbänder ohne Stop zu nutzen.
  • keine Halsbänder die im speziellen auf den empfindlichen Halsansatz am Kopf einwirken, Würgehalsbänder, insbesondere Kettenwürger zu nutzen
  • keinerlei Sprüh- oder Anti-Bell-Halsbänder einzusetzen oder zu empfehlen
  • keine Wurf-Discs, Wurfketten, Rappeldosen oder Schlüssel zum “Erschrecken” des Hundes einzusetzen
  • keine Sprühpistolen, Wasserflaschen oder ähnliches zu nutzen um ein unerwünschtes Verhalten zu unterbrechen
  • den Hund nicht zur Disziplinierung über einen längeren Zeitraum zu ignorieren
  • den Hund nicht durch Stoßen mit den Fingern oder anderen Körperteilen zu “korrigieren”
  • keine Leinenrucke oder “Leinenimpulse” zu verwenden
  • den Hund nicht durch körperliches Bedrängen einzuschüchtern
  • keine “Alpha-” Würfe oder Rollen einzusetzen
  • kein “Nackenschütteln” zu praktizieren
  • keinen Schnauzgriff zur Maßregelung einzusetzen
  • keinerlei sonstige körperlichen Maßregelungen oder Hilfsmittel anzuwenden, die den Hund durch Schmerzreize “erziehen” sollen, wie zum Beispiel Leinenrucke am Halti, Schleppleinen die an Halsbändern befestigt sind oder Geschirre die durch Zugseile Schmerzen unter den Achseln hervorrufen
  • keine “Rangreduktionsprogramme” zu propagieren
  • aversive Maßnahmen nicht zu beschönigen oder Schmerzreize zu “Impulsen” herabzustufen

Möchtest du einen Kommentar schreiben?

Hinterlasse eine Antwort